Warum ein AWOL Vision Laser TV eine CLR Leinwand braucht
Eine der am häufigsten gestellten Fragen von Einsteigern lautet, warum ein extrem helles Gerät wie der LTV-3500 Pro nicht einfach auf eine glatt gestrichene weiße Zimmerwand gerichtet werden kann. Die Antwort liegt in den unumstößlichen Gesetzen der Projektionsphysik begründet. Ein Ultrakurzdistanz-Beamer wird nur wenige Zentimeter vor der Wand auf einem Lowboard platziert. Das Licht verlässt das Objektiv folglich in einem extrem steilen Winkel von unten nach oben.
Wenn dieses steil auftreffende Licht auf eine normale, flache Wand oder ein gewöhnliches weißes Tuch trifft, verhält sich die Oberfläche wie ein diffuser Reflektor: Ein Großteil des Nutzlichts wird geradewegs an die Zimmerdecke reflektiert. Die Decke wird hell erleuchtet und wirft das Licht als ungewolltes Streulicht zurück in den Raum. Gleichzeitig wird das Raumlicht (von Fenstern oder Deckenlampen) direkt zum Zuschauer reflektiert. Das Ergebnis ist ein vollkommen ausgewaschenes Bild mit grauem Schwarzwert, flauen Farben und verwaschenen Details. Um dies zu verhindern, ist eine spezialisierte Leinwand für awol vision Systeme und vergleichbare UST-Projektoren unverzichtbar.
CLR und Fresnel Technologie, so bleibt das Bild auch bei Tageslicht brillant
Um das einfallende Umgebungslicht zu blockieren und das Nutzlicht gezielt zum Betrachter zu lenken, kommen zwei hochentwickelte Tuchtechnologien zum Einsatz, die eigens für solche Szenarien entwickelt wurden:
CLR Technologie (Ceiling Light Rejecting): Eine hochwertige CLR Leinwand besteht aus einer mikroskopisch feinen, sägezahnartigen Lamellenstruktur. Diese Prismen sind so geformt, dass die untere Seite (welche dem Projektor zugewandt ist) hell und reflektierend beschichtet ist. Die obere Seite der Lamellen ist tiefschwarz eingefärbt. Das steil von unten kommende Licht des Laser TVs wird waagerecht nach vorne zum Betrachter umgelenkt. Das störende Decken- und Umgebungslicht von oben trifft hingegen auf die schwarze Oberseite der Prismen und wird zu über 90 Prozent absorbiert.
Fresnel Technologie: Eine fresnel Leinwand geht noch einen Schritt weiter. Sie nutzt eine kreisförmig angeordnete, mikroskopische Linsenstruktur (ähnlich dem Prinzip einer Leuchtsturmlinse). Diese Struktur absorbiert nicht nur Licht von oben, sondern auch seitlich einfallendes Sonnenlicht von den Fenstern. Ein solches Tuch bietet die höchste Lichtausbeute im Zentrum und sorgt selbst in sehr hellen Räumen am Nachmittag für fantastische Kontraste und knackige Schwarzwerte.
Sowohl die CLR- als auch die Fresnel-Technik machen aus Ihrem Ultrakurzdistanz-Beamer einen echten TV-Ersatz. Wer eine hochwertige Leinwand für Laser TV Aufbauten sucht, findet in diesen Tucharten die absolut notwendige physikalische Lösung.
Warum eine normale Leinwand am Ultrakurzdistanz Beamer versagt
Neben der fehlenden Lichtlenkung leidet eine normale Leinwand am Ultrakurzdistanz-Beamer unter einem schwerwiegenden mechanischen Problem: der fehlenden Planlage. Da das Licht in einem flachen Winkel über das Tuch streicht, wird selbst die kleinste Wölbung, Welle oder Unebenheit auf einer Standard-Rollleinwand gnadenlos sichtbar. Der steile Lichtstrahl wirft an jeder Welle lange, Schatten bildende Verzerrungen, die das Bild unbrauchbar machen.
Ein flaches, fehlerfreies Bild ist auf einer ungespannten Fläche schlichtweg unmöglich. Aus diesem Grund muss eine ust Leinwand immer eine absolut homogene, mechanisch straff gespannte Oberfläche aufweisen. Nur so wird garantiert, dass die feine 4K-Auflösung ohne Moiré-Effekte oder Unschärfen beim Auge ankommt. Eine spezialisierte ultrakurzdistanz Leinwand ist von Grund auf so konstruiert, dass sie diese mechanische Stabilität dauerhaft über Jahre hinweg aufrechterhält.